Abgeld

Der Preisnachlaß auf den Nennwert eines Wertpapiers wird auch „Disagio" genannt. Beträgt der Nennwert eines Wertpapiers beispielsweise EUR 100 und es wird für EUR 98 verkauft, so beträgt das Abgeld 2 EUR.
Abgezinstes Wertpapier
Wertpapier, bei dem die gesamten Zinsen über die vorgesehene Laufzeit bereits im Vorfeld vom Preis abgezogen wurden. Diese Art von Wertpapier bezeichnet man auch als Nullkuponpapier oder Zerobond. Eine Anlage in diese Art von Wertpapieren erfolgt häufig aufgrund steuerlicher Gesichtspunkte.
Agio
Ein für Wertpapiere gezahltes Aufgeld nennt man Agio. Bei dem Agio handelt es sich um jenen Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren den Nennbetrag übersteigt bzw. den Betrag übersteigt, um den der Börsenkurs den inneren Wert übersteigt. Auch das Aufgeld, das beim Kauf der meisten Fonds für den Anleger anfällt, wird als Agio bezeichnet.
Aktien
Aktien sind Wertpapiere und verbriefen Teilhaberrechte an einer Aktiengesellschaft. Der Inhaber einer Aktie ist sowohl am Erfolg als auch am Risiko der Aktiengesellschaft beteiligt.
Aktienemission
Erstausgabe von Aktien, die entweder bei der Gründung einer Aktiengesellschaft (AG) oder im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung erfolgen kann.
Aktienfonds
Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien investiert.
Aktienindex
Kennziffer, die die Entwicklung des Kursdurchschnitts von Aktiengesellschaften widerspiegelt, die in einem solchen Index zusammengefaßt sind. Wichtige Aktienindizes in Deutschland sind beispielsweise der DAX (30 Werte) sowie der FAX-Index (100 Werte).
Aktienkurs
Preis, zu dem eine Aktie am Markt gehandelt wird.
Aktionär
Den Besitzer einer Aktie nennt man Aktionär. Er ist durch diese Aktie Teilhaber an einer Aktiengesellschaft und damit (jeweils in Höhe seines Einsatzes) sowohl am Gewinn als auch am Verlust einer Aktiengesellschaft beteiligt.
Anlageausschuß
Die Allgemeinen Vertragsbedingungen für Publikumsfonds schreiben vor, daß sich die Kapitalanlagegesellschaft (KAG) bzw. das Fondsmanagement beim Kauf oder beim Verkauf von Vermögenswerten von einem Anlageausschuß beraten lassen müssen. Der Anlageausschuß wird vom Aufsichtsrat der KAG für den jeweiligen Fonds zusammengestellt. Er legt dann die langfristige Anlagepolitik fest.
Anleihen
Wertpapier, das der längerfristigen Kreditfinanzierung dient. Anleihen der öffentlichen Hand müssen beispielsweise in Deutschland aufgrund gesetzlicher Bestimmungen vom Bundesfinanzminister genehmigt werden.
Anteilklasse
Kategorie von Fondsanteilen, die häufig durch eine bestimmte Gebührenstruktur bestimmt wird.
Anteilschein
Anteilscheine verbriefen den Anspruch eines Anteilinhabers gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft.
Anteilwert
Der Wert eines Anteilscheins, der sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der insgesamt umlaufenden Anteile ergibt. Der Anteilwert sogenannter Publikumsfonds wird in der Regel börsentäglich von der Depotbank ermittelt. Der Anteilwert ist dann identisch mit dem Rücknahmepreis, zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt.
Arbitrage
Bezeichnet die gezielte Ausnutzung von Kurs- und Zinsdifferenzen an verschiedenen Börsenplätzen, an denen die gleichen Wertpapiere gehandelt werden. Hierbei kann es sich auch um andere Wirtschaftsgüter wie etwa Devisen, Gold oder Silber handeln.
Asset Allocation
Englischer Begriff für die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlagemöglichkeiten (Anlageklassen, Währungen, Regionen etc.). Die Bedeutung der Asset Allocation liegt darin, daß der Ertrag eines Portfolios in erster Linie durch die Auswahl der Wertpapierarten, Länder etc. sowie deren Gewichtung zueinander bestimmt wird. Ziel der Asset Allocation ist es, das Verhältnis von Rendite und Risiko im Rahmen eines Portfolios zu optimieren.
Ausgabeaufschlag
Differenz zwischen Ausgabepreis und Anteilwert, den der Anleger beim Erwerb von Investmentanteilen zu entrichten hat. Diese Gebühr deckt hauptsächlich die Vertriebskosten der Kapitalanlagegesellschaft ab. Der Ausgabeaufschlag wird in der Regel als Prozentsatz auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet. Die Höhe des Ausgabeaufschlags hängt auch von der Art des Fonds und seinem Anlageschwerpunkt ab. Der Ausgabeaufschlag ist nur einmal zu entrichten.
Auslandsanleihen
Anleihen, die nicht im Heimatland des Emittenten aufgelegt werden, bezeichnet man im allgemeinen als Auslandsanleihen. Sie können auf die Währung des Heimatlandes, aber auch in jeder anderen handelbaren Währung lauten.
Ausschüttende Fonds
Nach Beendigung des Fondsgeschäftsjahres werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet. Dies trifft gegebenenfalls auch auf einen Teil der außerordentlichen Erträge zu. Ordentliche Erträge setzen sich bei Wertpapierfonds aus Dividenden und/oder Zinsen zusammen. Die außerordentlichen Erträge wiederum beinhalten hauptsächlich Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die Ausschüttungen werden dann in der Basiswährung des Fonds je Anteil festgesetzt und im Rechenschaftsbericht veröffentlicht. Einige Fonds haben sowohl eine ausschüttende als auch eine sogenannte thesaurierende Tranche. Meistens werden die ausschüttenden Tranchen als sogenannte A-Anteile, die thesaurierenden Tranchen als B-Anteile bezeichnen.
Auszahlplan
(= Entnahmeplan)
Der Auszahlplan basiert auf einer zwischen dem Anleger und der Kapitalanlagegesellschaft getroffenen Vereinbarung über Höhe und Zeitabstand regelmäßiger Auszahlungen aus seinem Anlageguthaben. Der Anleger hat die Möglichkeit, sich entweder nur die regelmäßig erwirtschafteten Erträge auszahlen zu lassen (Auszahlung ohne Kapitalverzehr) oder das Anlagevermögen allmählich aufzubrauchen (Auszahlung mit Kapitalverzehr). Voraussetzung für einen Auszahlplan ist in der Regel ein Mindestdepotwert. Gleichzeitig sind Zuzahlungen, zusätzliche Auszahlungen oder die Auflösung des Investmentdepots jedoch jederzeit möglich.
Baisse
Starker Kursrückgang an der Börse über einen mittleren oder längeren Zeitraum.
Barreserve
(= Liquidität oder Kasse)
Damit das Fondsmanagement flexibel auf Anlagechancen reagieren und Anteilrückgaben jederzeit bedienen kann, besteht ein Teil des Fondsvermögens in der Regel aus Bankguthaben oder Geldmarktpapieren. Die Höhe der Liquidität kann durch die Vertragsbedingungen begrenzt sein. Laut dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften darf ein Fonds (Ausnahme: kurz nach der Auflegung) maximal eine Barreserve von 49% halten.
Blue Chips
Bezeichnung für Aktien der größten, international renommiertesten Unternehmen. Diese haben in der Regel einen großen Anteil am gesamten Börsenumsatz, und aus ihren Kursen werden die üblichen Indizes berechnet.
Bond
Allgemein eingebürgerter Begriff für „Anleihe".
Bonität
Unter Bonität versteht man die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Schuldners. Letztlich versteht man darunter auch das Ansehen, daß ein Kunde bei Banken hat.
Börsenaufsicht
Zusammenfassende Bezeichnung für diverse Körperschaften, die das Marktgeschehen an den Börsen kontrollieren.
Bottom Up-Ansatz
Managementstrategie, bei der das Fondsmanagement in erster Linie nach erfolgversprechenden Einzeltiteln sucht. Erst danach werden Branchen-, Länder- und Währungsrisiken berücksichtigt.
Branchenfonds
Investmentfonds, der ausschließlich in Aktien bestimmter Sektoren oder Wirtschaftssektoren wie beispielsweise Rohstoffe oder Technologie anlegt (auch Spezialitätenfonds genannt).
Bruttodividende
Höhe der Dividende vor Abzug der Steuern.
Chartanalyse
Technische Analyse, die sich hauptsächlich auf die Kursverläufe an den Aktienmärkten stützt.
Chart
Graphische Darstellung zum Beispiel von Kursen und Zinsen über einen bestimmten Zeitraum.
Cost-Averaging/Cost Average-Effekt
(= Durchschnittskosten-Effekt)
Die regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge in einen Investmentfonds hat den Vorteil, daß der Anleger die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem günstigeren Durchschnittspreis kauft als beim regelmäßigen Kauf einer gleichbleibenden Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum. Bei gleichbleibenden monatlichen Einzahlungen in einen Fonds erhält der Anleger bei fallendem Anteilwert mehr, bei steigendem weniger Anteile. Der positive Effekt des Cost-Averaging ist besonders stark bei schwankenden Kursen - wie sie bei Aktienfonds häufig vorkommen - hilfreich.
Crash
Plötzlicher massiver Kurseinbruch an den Börsen. Dabei kommt es häufig zu Kursverlusten von 30% und mehr innerhalb nur weniger Tage.
Dachfonds (Fund of Funds)
Fonds, die ihre Gelder in Unterfonds, also in Anteilscheine anderer Fonds anlegen.
DAX
Er setzt sich aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien zusammen und spiegelt die Kursentwicklung des Gesamtmarktes in Deutschland wider.
Deflation
Marktlage, die durch eine Verminderung des Geldumlaufs gekennzeichnet ist.
Depotbank
Eine Kapitalanlagegesellschaft darf gemäß dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) ein von ihr aufgelegtes Sondervermögen nicht selbst verwahren. Sie muß damit eine unabhängige Depotbank beauftragen. Auf diese Weise bleibt das Fondsvermögen streng von Vermögen der KAG getrennt. Die Aufgabe einer Depotbank ist beispielsweise die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen sowie die Durchführung der Ausschüttungen für die Anleger.
Devisen
Allgemeine Bezeichnung für fremde Währungen.
Dividende
Die Dividende ist der Gewinnanteil des Aktionärs einer Aktiengesellschaft. Die Höhe der Dividende wird von der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft festgelegt.
Dow Jones
Kurzbezeichnung für den Dow Jones Industrial Average-Index. Dieser US-amerikanische Aktienindex spiegelt die Entwicklung der 30 umsatzstärksten Industriewerte wider.
Emerging Markets
(= Schwellenländer)
Aufstrebende Märkte. Allgemeiner Begriff für weniger entwickelte Volkswirtschaften im Gegensatz zu den etablierten Industriestaaten.
Emission
Ausgabe von Wertpapieren
Emissionskurs
Ausgabekurs, zu dem ein neues Wertpapier den Kapitalanlegern angeboten wird.
Entnahmeplan
siehe Auszahlplan
FCP
Fonds Commun de Placement. Luxemburgische Rechtsform eines Fonds.
Federführende Bank
Als federführende Bank bezeichnet man das Kreditinstitut, das bei einer Erstausgabe von Wertpapieren das Bankenkonsortium anführt.
Fibor
Abkürzung für „Frankfurt-Interbank-Offered-Rate“.
Floating Rates Notes (FRN)
Darunter versteht man eine variabel verzinsliche Anleihe.
Fondsgeschäftsjahr
Geschäftsjahr eines Fonds. Kann unabhängig vom Geschäftsjahr einer Kapitalanlagegesellschaft und vom Kalenderjahr sein.
Fondsmanager
Professioneller Verwalter von Anlagegeldern. Fondsmanager treffen auf Grundlage der Anlagebedingungen die Anlageentscheidungen für den Fonds. Dabei richten sie sich auch nach den Anlagegrundsätzen und den gesetzlichen Vorgaben.
Fondsrating
Anerkannte Rating-Agenturen wie „Moody`s Investors Service Inc\ und „Standard & Poors Inc\" stufen Fonds nach ihrer Bonität und ihrem Marktrisiko ein. Dadurch wird die Beurteilung des Gesamtrisikos einer Fondsanlage ermöglicht.
Fondstausch
Anleger, die innerhalb einer Fondsgesellschaft von einem Fonds in einen anderen wechseln möchten, erhalten von den meisten Anlegern in der Regel einen vollständigen oder teilweisen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.
Fondsvermögen
Gesamtheit aller im Fonds befindlichen Vermögenswerte.
Freiverkehr
Im Marktsegment Freiverkehr werden Wertpapiere gehandelt, die weder zur amtlichen Notierung noch zum geregelten Markt zugelassen worden sind.
Fund of Funds
siehe Dachfonds
Fusion
Rechtliche und wirtschaftliche Vereinigung zweier oder mehrerer Unternehmen.
Futures
Sammelbezeichnung für Terminkontrakte.
Garantiefonds
Fondstyp, bei dem meist am Ende einer festgesetzten Fondslaufzeit entweder das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird oder wenigstens ein bestimmter Prozentsatz davon.
Geldmarktfonds
Fonds, die 100 Prozent ihrer Gelder in Bankguthaben, Geldmarkttiteln oder Wertpapieren mit kurzen Laufzeiten anlegen.
Geschäftsbericht
Gesetzlich vorgeschriebenes Schriftstück, das eine Aktiengesellschaft veröffentlichen muß.
Gewinn je Aktie
Kennzahl, die durch eine komplizierte Aktien- und Unternehmensanalyse ermittelt wird.
Hauptversammlung
Mindestens einmal jährlich muß bei einer Aktiengesellschaft eine Hauptversammlung einberufen werden. Dabei üben die Aktionäre ihre Rechte aus.
Hausse
Über eine längere Zeit anhaltender Kursaufschwung an der Börse.
Immobilienfonds
Fonds, der seine Gelder hauptsächlich in Grundstücken und Gebäuden anlegt.
Indexfonds
Fonds, der die Zusammensetzung eines bestimmten Index nachzubilden versucht. Das Anlageergebnis eines Indexfonds wird größtenteils die Wertentwicklung eines Index widerspiegeln.
Inflation
Inflation herrscht in einer Volkswirtschaft vor, in der die Geldmenge höher ist als das Angebot an Waren. Die Folge davon sind steigende Preise und eine Entwertung des Geldes.
Internationaler Währungsfonds (IWF)
Zur Unterstützung des Welthandels sowie der Volkswirtschaften der einzelnen Mitgliedstaaten wurde im Jahre 1945 der Internationale Währungsfonds gegründet. Dem IWF gehören etwa 150 Staaten an.
Investmentfonds
Sondervermögen einer Investmentgesellschaft, das aus dem eingelegten Geld von Kapitalanlegern besteht. An diese Kapitalanleger werden Anteilscheine ausgegeben. Diese sind dann entsprechend ihrer Investition an der Wertentwicklung des Fonds beteiligt.
Investmentkonto
Konto, in dem Investmentanteile verwahrt werden.
Jensen’s Alpha
Jensen‘s Alpha mißt die risikoadjustierte Überrendite des Fonds im Verhältnis zum Marktindex. Bei dieser Kennzahl gilt: je höher der Wert, desto besser.
Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
Kreditinstitut, dessen Ziel es ist, bei ihm eingelegte Gelder in eigenem Namen, aber für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikostreuung als Sondervermögen anzulegen. Eine KAG darf in Deutschland ausschließlich die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) haben oder als eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrieben werden.
Konglomerat
Bezeichnung für einen Konzern, der sich über verschiedene Wirtschaftszweige erstreckt. Heute eher als „Mischkonzern“ bezeichnet.
Konsolidierung
Beruhigung der Kursentwicklung an der Börse nach zuvor starken Schwankungen.
Konvertibilität
Darunter versteht man die freie Austauschbarkeit von Devisen.
Konzern
Zusammenfassung mehrerer rechtlich selbständiger Unternehmen unter einheitlicher Führung.
Kosten
Die Kosten bei Investmentfonds gliedern sich in Kosten, die dem Anleger direkt belastet werden (wie etwa der Ausgabeaufschlag und gegebenenfalls Depotgebühren) sowie in Kosten, die dem Fonds belastet werden. Auch diese wirken sich jedoch letztendlich abträglich auf die Wertentwicklung eines Fonds aus. Beispiele für solche Kosten sind etwa die Depotbank- oder die Verwaltungsgebühr.
Kurs-/Gewinn-Verhältnis
Quotient aus dem Kurs einer Aktie und dem geschätzten Ergebnis für das entsprechende Geschäftsjahr. Das KGV besagt, wie viele Jahre das Ergebnis je Aktie verdient werden muß, um den aktuellen Börsenkurs zu erreichen. Grundsätzlich gilt: Je geringer das KGV, desto günstiger ist die Aktie bewertet.
Länderfonds
Fonds, die ausschließlich in Aktien eines bestimmten Landes investieren
Laufzeitfonds
Fonds die von vornherein lediglich eine begrenzte Laufzeit haben.
Libor
Abkürzung für „London Interbank Offered Rate“.
London International Financial Futures Exchange (LIFFE)
Wichtigste Terminbörse Europas mit Sitz in London.
Managementgebühr
(= Management Fee)
siehe Verwaltungsgebühr
Margin
Sicherheitsleistung, die von Käufern und Verkäufern zur Risikoabsicherung einer Terminposition eingebracht werden muß.
Mid Cap-Fonds
Fonds, der seine Gelder hauptsächlich in mittelgroße Unternehmen investiert.
Mindestanlagesumme
Fast alle Kapitalanlagegesellschaften verlangen vom Anleger bei der Investition in einen bestimmten Fonds einen Mindestbetrag. Auch für die Einrichtung eines Sparplans wird üblicherweise eine regelmäßige Mindestanlagesumme gefordert. Informationen zur Mindestanlage finden sich im Verkaufsprospekt.
Mischfonds
Fonds, der auf Grundlage seiner Anlagebedingungen sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren darf. Die Entscheidung über die richtige Mischung aus beiden Wertpapierarten trifft das Fondsmanagement flexibel.
Mittelaufkommen
Saldo der von Anlegern erworbenen Anteile eines Investmentfonds abzüglich der zurückgegebenen Anteile.
MSCI Welt-Index
Morgan Stanley Capital International Welt-Index. Dieser Index setzt sich aus einem Portfolio globaler Standardwerte zusammen und spiegelt so die Börsenentwicklung auf internationaler Ebene wider.
Mündelsichere Papiere
Im BGB definierte Wertpapiere, die als besonders risikoarm eingeschätzt werden.
NAV
siehe Net Asset Value
Nebenwerte
Aktien mittlerer bis kleinerer börsennotierter Unternehmen.
Net Asset Value
Englische Bezeichnung für Nettoinventarwert, abgekürzt NIW. (Der börsentäglich bilanzierte Wert des gesamten Fondsvermögens).
No-load-Fonds
Fonds, der zwar ohne Aufgeld verkauft, dafür aber in der Regel mit einer höheren Verwaltungsvergütung belastet ist. Eignet sich eher für kürzere Anlagezeiträume. Wird auch als sogenannter „Trading-Fonds“ bezeichnet.
Notenbank
Zentralbank einer Volkswirtschaft.
Obligation
Andere Bezeichnung für „Schuldverschreibung“
Offene Fonds
Fonds, von denen unbegrenzt Anteile ausgegeben und die in der Regel börsentäglich auch wieder zurückgenommen werden.
Pensionsfonds
Spezialfonds, häufig für die Mitarbeiter eines Unternehmens, der durch Pensionsrückstellungen gebildet wird.
Performance
Englische Bezeichnung für die Wertentwicklung eines Fonds.
Portfolio (= Portefeuille)
Zusammensetzung eines Depots. Bei Investmentfonds versteht man unter Portfolio die Summe der Vermögenswerte eines Fonds.
Publikumsfonds
Investmentfonds, dessen Anteilscheine nicht nur für einen bestimmten Anlegerkreis gedacht sind, sondern von jedermann erworben werden können.
Quartalsbericht
Zwischenbericht einer Aktiengesellschaft, der von dieser vierteljährlich erstellt wird.
Rechenschaftsbericht
Jede KAG ist verpflichtet, über jeden ihrer Fonds auf Jahresbasis (spätestens drei Monate nach Abschluß des Geschäftsjahres) einen Rechenschaftsbericht zu erstellen. Dieser dient der Information der Anteilinhaber. Darüber hinaus muß die KAG auch einen Halbjahresbericht erstellen.
REIT
Die Abkürzung REIT steht für den englischen Begriff „Real Estate Investment Trust“. Dabei handelt es sind um börsennotierte US-Immobiliengesellschaften. Diese legen das Geld ihrer Anteilinhaber zu mindestens 75% am Immobilienmarkt in den USA an.
Rendite
Jährlicher Ertrag in i.v.H. des investierten Kapitals.
Rendite/Risiko
Eine Kennziffer für das Verhältnis von Rendite und Ertrag ist beispielsweise die sogenannte Sharpe-Ratio.
Renten
Allgemeine Bezeichnung für sogenannte festverzinsliche Wertpapiere.
Rentenfonds
Fonds, der hauptsächlich beziehungsweise ausschließlich in verzinsliche Papiere investiert.
Rentenmarkt
Bezeichnung für den Kapitalmarkt, der sich ausschließlich mit dem Handel von festverzinslichen Wertpapieren beschäftigt.
Rücknahmegebühr
Einige ausländische Fondsanbieter erheben nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf von Fondsanteilen eine Gebühr.
Rücknahmepreis
Entspricht dem Anteilwert. Der Rücknahmepreis ist der Preis, den der Anleger beim Verkauf seiner Fondsanteile erhält. Es handelt sich hierbei in aller Regel um den Nettoinventarwert. Dieser wird meist börsentäglich berechnet und auch veröffentlicht. Manche Kapitalanlagegesellschaften erheben allerdings Rücknahmegebühren. Diese können sinken, je länger ein Anteil gehalten wird.
Schwellenländer
siehe Emerging Markets
Sharpe-Ratio
Kennzahl für das Risiko-Ertrags-Verhältnis eines Fonds. Wird berechnet, indem von der jährlichen Durchschnittsrendite der risikofreie Ertrag (am Geldmarkt erzielbar) abgezogen wird. Das Ergebnis wird dann durch die Kursschwankungen auf Jahresbasis dividiert. Grundsatz: Je höher die Sharpe-Ratio, umso besser hat sich eine Anlage im Verhältnis zum Risiko entwickelt.
SICAV
Die SICAV ist eine besonders in Frankreich und in Luxemburg gebräuchliche Aktiengesellschaft. Im Unterschied zu einer klassischen Aktiengesellschaft ist der Zweck der SICAV die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapieren nach dem Grundsatz der Risikostreuung.
Sondervermögen
Gegen Ausgabe von Fondsanteilen eingelegtes Vermögen eines Fonds. Dieses muß getrennt vom Eigenkapital der Fondsgesellschaft verwahrt werden. Diese Verwahrung erfolgt bei einer Depotbank, und damit sind die Gelder nur für diese oder die Anleger zugänglich.
Sparplan
Regelmäßige Einzahlung eines bestimmten Betrags zum Kauf von Investmentanteilen. Höhe und Dauer der Einzahlung (die Einlage einer Mindestanlagesumme vorausgesetzt) können in der Regel flexibel gestaltet werden. Bei Sparplänen entfällt für den Anleger darüber hinaus das Problem, den idealen Anlagezeitpunkt zu bestimmen.
Spekulationsfrist
Zeitraum, in dem im Rahmen eines Verkaufs von Wertpapieren realisierte Kursgewinne in Deutschland steuerpflichtig sind. Seit dem 1.1.1999 beträgt die Spekulationsfrist 12 Monate.
Spezialfonds
Sondervermögen im Sinne des KAGG-Gesetzes, wobei die Anteilscheine jeweils von nicht mehr als 10 Anteilinhabern, die nicht natürliche Personen sind, gehalten werden dürfen. Insofern sind Spezialfonds nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht. Nichtsdestotrotz werden sie wie Publikumsfonds vom KAGG reglementiert.
Standardwerte
siehe Blue Chips
Steueroptimierende Fonds
Bei einem steueroptimierenden Fonds ist es das Ziel des Fondsmanagements, die steuerpflichtigen Erträge möglichst niedrig zu halten.
Steuerpflichtiger Ertragsanteil
Bezeichnet den Teil des gesamten Wertzuwachses, der aus Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen - also den ordentlichen Erträgen - stammt. Der steuerpflichtige Ertragsanteil ist bei Aktienfonds am geringsten und bei klassischen Rentenfonds am höchsten.
Switch
Umschichtung von einem in einen anderen Fonds. Ein Umtausch ist bei sogenannten Umbrella-Fonds in der Regel kostenlos oder gegen eine nur geringe Umschichtungsgebühr möglich.
Technologiefonds
Spezialitätenfonds mit Ausrichtung auf Technologiewerte.
Themenfonds
Spezialitätenfonds mit Ausrichtung auf ein bestimmtes Thema.
Thesaurierende Fonds
Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern im Fonds wiederangelegt. Einige Fonds weisen sowohl eine ausschüttende als auch eine thesaurierende Tranche auf.
TIBOR
Abkürzung für „Tokyo Interbank Offered Rate“.
Timing
Wahl des „richtigen" Anlagezeitpunkts bzw. des „richtigen" Verkaufszeitpunktes. Das Timing-Problem kann der Anleger mittels Sparplänen durch den Cost Average-Effekt vermeiden.
Top Down-Ansatz
Anlagestrategie, bei der Wertpapiere hauptsächlich auf Basis der volkswirtschaftlichen Lage beurteilt und ausgewählt werden.
Trading
Kurzfristiger Kauf- und Verkauf von Wertpapieren. Dabei wird hauptsächlich das Ziel verfolgt, aufgrund der vorhandenen Marktschwankungen Kursgewinne zu erzielen.
Trading-Fonds
siehe No-load-Fonds
Transaktionskosten
Kosten, die beim An- und Verkauf von Wertpapieren anfallen und dem Fondsvermögen belastet werden.
Tracking Error
Der Tracking Error mißt die Standardabweichung der Fondsrendite von der Rendite des jeweiligen Referenzindex. Der Tracking Error wird häufig als Maß für das vom Fonds eingegangene Risiko im Vergleich zu dem des Index benutzt. Je höher der Tracking Error eines Fonds, desto höher das Risiko, das im Verhältnis zum Referenzindex eingegangen wurde, um die Wertentwicklung des Fonds zu erreichen.
Umbrella-Fonds
Investmentfonds, die dem Anleger unter einem gemeinsamen Schirm (engl. Umbrella) Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Teilfonds der gleichen Investmentpalette bieten. Der Anleger kann je nach Markteinschätzung oder Risikomentalität in der Regel ohne zusätzlichen Spesenaufwand oder zu nur minimalen Gebühren zwischen den Sub-Fonds umschichten. Der Ausgabeaufschlag fällt in der Regel nur einmal beim Einstieg in einen Umbrella an.
Umlaufrendite
Durchschnittlicher Effektivzins für festverzinsliche Wertpapiere.
Vergleichsindex
Die Entwicklung eines bestimmten Index, der vom Fonds als Maßstab für die Wertentwicklung herangezogen wird. Ziel eines aktiv verwaltenden Fonds ist es, sich besser als der Vergleichsindex zu entwickeln.
Verkaufsprospekt
Das deutsche Investmentrecht schreibt vor, daß vor dem Abschluß des Kaufs von Investmentanteilen ein Verkaufsprospekt ausgehändigt werden muß. Dieser muß die Vertragsbedingungen für den Investmentfonds enthalten.
Vermögensaufstellung
Bestandteil des Rechenschafts- und Halbjahresberichts, in dem Aufteilung und Veränderung des Fondsvermögens enthalten ist.
Vertriebszulassung
Bevor ausländische Fondsanteile in Deutschland öffentlich angeboten werden dürfen, muß die Investmentgesellschaft den öffentlichen Vertrieb beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen beantragt und genehmigt bekommen.
Verwaltungsgebühr
Gebühr für die Verwaltung des Sondervermögens eines Fonds, die vom Anteilwert berechnet wird.
Volatilität
Die Volatilität ist ein Maß, um das Risiko eines Portfolios zu bewerten. Sie beschreibt die Schwankungsbreite, in der sich die Erträge des Fonds wahrscheinlich bewegen werden. Statistisch gesehen handelt es sich dabei um die annualisierte Standardabweichung der Ertragsverteilung, die in Prozent ausgedrückt wird. Eine hohe Volatilität der monatlichen Erträge bedeutet eine höhere Schwankungsbreite der zukünftig möglichen Erträge bzw. eine höhere Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Wertentwicklung. Diese größere Unsicherheit wird mit einem höheren Risiko gleichgesetzt.
Währungsanleihe
Anleihen, die auf ausländische Währungseinheiten lauten, werden als „Währungsanleihen“ bezeichnet.
Wandelanleihe
Schuldverschreibung einer Aktiengesellschaft, die den Inhabern das Recht verbrieft, sie zu bestimmten Bedingungen in eine Aktie des Unternehmens umzutauschen.
Wertpapier
Dokument, das ein Vermögensrecht, eine Forderung oder eine Gewinn- oder Ertragsbeteiligung verbrieft.
Wertpapierkredit
Bankkredit gegen Hinterlegung von Wertpapieren.
Wertpapierkennnummer
Sechsstellige Registriernummer, die jedes Wertpapier eindeutig identifiziert. Da ein Fonds ebenfalls ein Wertpapier ist, weist auch ein Fonds eine sechsstellige Wertpapierkennnummer (WKN) auf.
Wiederanlage
Die Wiederanlage des jährlichen Ausschüttungsbetrags erfolgt in der Regel automatisch. Dem Anleger werden auf Basis des Rücknahmepreises neue Fondsanteile oder Bruchteile von Anteilen gutgeschrieben. Die Wiederanlage von Ausschüttungen führt zu einem höheren Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals.
Wiederanlagerabatt
Investmentgesellschaften gewähren entweder einen vollständigen oder reduzierten Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, wenn Anleger den Ausschüttungsbetrag innerhalb einer bestimmten Frist in demselben Fonds wiederanlegen wollen.
Zins
Preis, den ein Darlehnsnehmer für die befristete Überlassung von Geld zahlen muß.
Zinseszins
Den Ertrag aus wieder angelegten Zinsen bezeichnet man mit Zinseszins.
Zinseszins-Effekt
Wiederangelegte Ausschüttungen eines Investmentfonds erhöhen den Anlagebetrag und damit auch den Zinserlös. So ergibt sich ein höherer Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals im Vergleich zur regelmäßigen Entnahme der Erträge.
Zwischengewinn
Ertragsanteil aus bestimmten Zinseinnahmen, die dem Anleger bei Rückgabe, Veräußerung oder Abtretung in Fonds zuzurechnen sind und dem Anteilwert zufließen. Zwischengewinne unterliegen ebenso wie ausgeschüttete oder thesaurierte Fondserträge der Zinsabschlagssteuer.